🎓 Mein 10‑wöchiger Lehrgang zum IHK‑Immobilienmakler

Die letzten zehn Wochen meines IHK‑Lehrgangs zum Immobilienmakler waren für mich eine unglaublich wertvolle Zeit. Die Themen waren nicht nur spannend, sondern auch extrem praxisnah, sodass ich aus jedem Modul etwas Wichtiges mitnehmen konnte. Durch den Kurs habe ich mich fachlich wie persönlich weitergebildet und enorm viel neuen Input bekommen, den ich direkt in meinem Berufsalltag nutzen kann.

Besonders schön war, dass ich in dieser Zeit viele tolle Menschen kennengelernt habe. Aus den Teilnehmern sind echte Kontakte entstanden, mit denen ich auch heute noch im Austausch bin. Mit einem von ihnen fahre ich sogar gemeinsam zur nächsten Immobilienmesse — ein perfektes Beispiel dafür, wie wertvoll solche Netzwerke sind.

Der Kurs war insgesamt eine richtig starke Erfahrung. Ein großes Dankeschön geht auch an die Coaches, die mit viel Fachwissen, Geduld und Motivation durch die Inhalte geführt haben.

Ich bin stolz auf das, was ich in diesen zehn Wochen erreicht habe, und freue mich darauf, das Gelernte in meinen Projekten und in der Branche weiter einzusetzen.

Offizielle Eröffnung am 11.04.2026

🎉 Willkommen zur großen Eröffnung von AzraHomes Immobilien!

Am 11. April 2026 um 12:00 Uhr öffnen wir offiziell unsere Türen in der Engerstraße 25, 33824 Werther – und du bist herzlich eingeladen, diesen besonderen Moment mit uns zu feiern.

Erlebe eine Eröffnung voller Energie, Gastfreundschaft und spannender Highlights. Wir haben nicht nur ein stilvolles Ambiente vorbereitet, sondern auch exklusive Preise, die auf dich warten:

🛳️ 1. Preis: Eine traumhafte Kreuzfahrt für zwei Personen

🏙️ 2. Preis: Ein 2-Tage-Städtetrip nach Hamburg für zwei Personen

🎁 3. Preis: Ein 100 € Amazon-Gutschein

🎉 Und viele weitere Überraschungspreise!

Für dein leibliches Wohl ist selbstverständlich gesorgt – mit Snacks, Getränken und einem herzlichen Empfang.

Ob du einfach neugierig bist, dich für Immobilien interessierst oder mit uns feiern möchtest:

Wir freuen uns auf deinen Besuch und einen unvergesslichen Tag!

Immokongress 2026, wieder mal ein Highlight gewesen. 


🎤 Immokongress 2026 – zum dritten Mal dabei und schon heiß auf 2027
Auch dieses Jahr war ich wieder auf dem Immokongress – mittlerweile schon zum dritten Mal in Folge. Und weil es jedes Mal ein absolutes Highlight ist, sind die Tickets für 2027 natürlich längst gekauft.
Es war erneut ein mega Event. Ich habe unglaublich viele bekannte Gesichter getroffen, Menschen, die ich über die letzten Jahre in der Branche kennenlernen durfte. Genau diese Begegnungen machen den Kongress so wertvoll. Man tauscht sich aus, lernt voneinander und nimmt jedes Mal neuen Input mit.
💡 Was mich dieses Jahr besonders begeistert hat:

  • Das Thema Zwangsversteigerungen war ein echtes Brett.

Da habe ich so viel Neues gelernt, von dem ich vorher nicht mal wusste, dass es existiert.

  • Die After-Event-Show war – wie jedes Jahr – ein absolutes Muss.
  • Und ja, auch mit Marcel Remus, dem Luxusmakler aus Mallorca, konnte ich wieder richtig gut feiern 😄

Am Ende hat mich der Kongress erneut fachlich wie persönlich weitergebracht.
Gerade in den Bereichen Social Media, KI und Digitalisierung bin ich jetzt wieder voll auf dem neuesten Stand. Es ist beeindruckend zu sehen, wie schnell sich die Branche entwickelt und wie wichtig es ist, am Ball zu bleiben.
Solche Events sind für mich nicht nur Weiterbildung, sondern echte Energiebooster. Man fährt nach Hause und hat direkt wieder neue Ideen im Kopf.

Rappellvoll gewesen wie immer. 

Olli Fischer, der Macher von Fix und Flip darf natürlich nicht fehlen. Mega Typ den man mittlerweile persönlich kennt. Und das schöne ist er ist genauso Werder Bremer wie ich :D. 

Ein Stimmungsmacher war diesmal auch dabei. Die Hütte hat nach dem Lied "Sara per Che Ti Amo" gebebt :). 

Den Tag vor der Messe hatte ich Glück das englische Woche war in der Bundesliga und Augsburg ein Heimspiel hatte. Wenn man dort vor Ort ist muss man das natürlich mitnehmen. Die Aussage meiner Frau: " Wie kann man zum Fussball wenn man eigentlich in der Sauna entspannen kann und die Ruhe vor den Kindern genießt?" Ich glaube das werden Leute die sich nicht für Fussball interessieren nie verstehen :D. 

Einer der besten in der Immobranche! Georg Ortner, der die besten Einwände hat. Auch immer offen und ehrlich wie man sich beim Kunden verhalten sollte. 


🚀 Und natürlich:
Was nicht fehlen durfte: Dirk Kreuter.
Seine Energie, seine Art zu motivieren und sein Blick auf Vertrieb und Unternehmertum sind jedes Jahr aufs Neue ein Highlight. Man merkt einfach, dass er weiß, wovon er spricht, und dass er die Leute mitreißen kann.
Seine Sessions gehören für mich mittlerweile fest zum Immokongress dazu.
Jedes Mal nimmt man etwas mit, das man direkt im Alltag umsetzen kann – egal ob es um Mindset, Vertrieb oder Business-Strategien geht.

Hast du auch mal Lust eine Immobilienmesse zu besuchen?

Immobiliengipfel 2025 in Wiesbaden

Es gibt Messen da muss man einfach hin.  Gerade in Bezug auf KI und Chat GPT  wenn man mit der Zeit mitgehen will. In der Maklerbranche meiner Meinung nach ein ganz wichtiges Thema. Ich habe viel Input bekommen in Wiesbaden. Viele neue Sachen wovon ich nichts wusste. Bei der Vermarktung einer Immobilie ist es wirklich wichtig tolle Bilder und Videos zu haben damit es gelingt die Immobilie in kürzester Zeit zu Verkaufen. Ich war auf einigen Messen in den letzten Jahren, und ich muss sagen das es einen sehr weit voran bringt. Wenn du Lust hast deine Immobilie über uns zu vermarkten melde dich gerne bei uns. Du wirst sehen das wir uns von vielen absetzen :). 

In diesem gigantischen Gebäude hat die Messe stattgefunden. Geh auf den Link und schau dir das Kurhaus mal an :). 

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Die After Event Party war wieder mal klasse nach der Messe. 

Immobiliengipfel

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News aus der Immobilienwelt vom 28.07.2025 

So wirkt die EZB-Zinspause auf die Bauzinsen

Die Notenbank belässt den Einlagenzins bei zwei Prozent. Experten sehen nun einen klaren Trend für die weitere Entwicklung der Konditionen bei Immobiliendarlehen.

Es ist eine auffällige Kluft, die zuletzt sogar größer wurde. Während die Leitzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) seit Jahresanfang kontinuierlich sanken, tendierten die Bauzinsen zuletzt wieder nach oben.

Für ein Darlehen mit zehn Jahren Zinsbindung lagen die Zinsen Anfang des Jahres noch bei 3,2 Prozent. In der Spitze sprangen sie auf 3,7 Prozent, derzeit notieren sie bei etwa 3,5 Prozent.

Nach sieben Zinssenkungen in Folge hält die EZB nun jedoch beim Leitzins vorerst die Füße still. Der EZB-Rat in Frankfurt beschloss, den Einlagensatz bei 2,0 Prozent zu belassen. Welche Folgen hat das nun für die Konditionen am Immobilienkreditmarkt? Expertinnen und Experten haben dazu eine eindeutige Meinung.

Die Seitwärtsbewegung der Bauzinsen dürfte sich in den kommenden Wochen vorerst ohne größere Ausschläge fortsetzen, erwarten die meisten Fachleute.

Oliver Kohnen, Geschäftsführer des Baufinanzierungsvermittlers Baufi24 attestiert, dass die erwartete Zinsentscheidung an den Kapitalmärkten  für wenig Bewegung sorgt. Die Renditen langfristiger Bundesanleihen verharrten in einem engen Korridor, die Bauzinsen zeigen sich stabil bei rund 3,5 Prozent, beobachtet er.

Für potenzielle Käufer ändere sich damit kurzfristig wenig. „Kurz- bis mittelfristig gehen wir weiterhin von einem Zinsverlauf zwischen 3,25 und 3,5 Prozent für eine zehnjährige Immobilienfinanzierung aus“, sagt auch Florian Pfaffinger, Mitglied des Expertenrats des Immobilienfinanzierers Dr. Klein, voraus.


„Für den Immobilienmarkt bedeutet das vor allem Planungssicherheit: Finanzierungen dürften kurzfristig zu ähnlichen Konditionen möglich bleiben“, analysiert Annika Steiner, Partnerin beim Immobilienberater Wüest Partner.


Allerdings ist Stillstand nach den Worten von Kohnen auch keine Verbesserung – im Gegenteil.

Experte spricht von Zäsur


Wer auf sinkende Bauzinsen spekuliert habe, müsse sich nun eingestehen: Diese Wette ist nicht aufgegangen. Der Baufi24-Chef nennt die Entscheidung der EZB in diesem Zusammenhang „eine Zäsur“ – und nicht nur für die Geldpolitik, sondern auch für Immobilieninteressierten in der Euro-Zone. Die Phase der aggressiven Zinssenkungen der EZB dürfte fürs Erste vorbei sein.


„Das bedeutet: Die Finanzierungskosten werden kaum günstiger, sondern bleiben bestenfalls stabil“, sagt Kohnen. Für Immobilieninteressierte sei der Zeitpunkt zum Handeln gekommen. „Wer weiter abwartet, riskiert höhere Zinsen bei gleichzeitig steigenden Preisen“, sagt der Immobilienfinanzierer.


Renditen der Bundesanleihen noch entscheidender


Für die Höhe der Bauzinsen ist die Rendite der Bundesanleihe mit zehnjähriger Laufzeit noch maßgeblicher als die Höhe der EZB-Leitzinsen. Wie sehr, das zeigte sich im Frühjahr, als die Pläne für das 500-Milliarden-Schuldenpaket der Bundesregierung die Bauzinsen innerhalb weniger Tagen in die Höhe schießen ließen.

Die Renditen der Bundesanleihen seien zuletzt nochmals gestiegen, unter anderem durch die geplante höhere Staatsverschuldung, so Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin des Immobilienfinanzierers Interhyp. Infolgedessen seien auch die Bauzinsen leicht gestiegen.


In einer kürzlich veröffentlichten Umfrage unter Banken des Immobilienfinanzierers Interhyp prognostizierten 43 Prozent der Befragten steigende Zinsen im weiteren Jahresverlauf. „Wer mit dem Immobilienkauf liebäugelt, sollte nicht auf sinkende Bauzinsen spekulieren, sondern jetzt aktiv werden“, rät auch Mohr.

Neues vom 21.07.2025 aus dem Handelsblatt

So können Sie die Spekulationssteuer vermeiden

Wer eine Immobilie nicht selbst nutzt und in weniger als zehn Jahren ab Kauf wieder veräußert, muss Spekulationssteuer zahlen. Doch es gibt Ausnahmen.

Frankfurt. Wer 2025 eine Immobilie verkauft, kann dabei wieder mehr Gewinn machen. Die Preise für Häuser und Wohnungen in Deutschland steigen in diesem Jahr, vor allem in den größten Städten. Das zeigen neue Zahlen des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP), der die wichtigsten Immobilienfinanzierer hierzulande vertritt.

Doch neben den Makler- und Notarkosten müssen viele Verkäufer noch mit einem weiteren Abzug vom Verkaufspreis rechnen: Der Fiskus verlangt häufig Spekulationssteuer.

Denn wer eine Immobilie nicht selbst nutzt und innerhalb von zehn Jahren ab Kauf wieder veräußert, dessen Gewinn aus der Veräußerung ist in vielen Fällen steuerpflichtig. Die Zahlungen an den Fiskus können angesichts hoher Immobilienpreise gerade in Großstädten schnell eine fünfstellige Summe erreichen.

Doch es gibt Möglichkeiten, mit denen Verkäufer die Steuer umgehen können. Hier sind die wichtigsten Ausnahmeregeln.


Selbstnutzung befreit von der Spekulationssteuer


Fällig wird die Spekulationssteuer innerhalb der Zehnjahresfrist nur dann, wenn der Eigentümer die Immobilie nicht selbst bewohnt hat. Als eigengenutzte Immobilie gelte das Objekt auch dann, wenn der Verkäufer es als Zweitwohnsitz oder Ferienwohnung genutzt habe, betont die Rechtsanwaltskanzlei Groth & Schneider.


Als selbst genutzte Immobilien gälten auch Objekte, die der Eigentümer unentgeltlich den eigenen Kindern zur Nutzung überlassen habe. Das gilt aber nur für Kinder, für die die Eltern noch Kindergeld erhalten.


Auch Ausnahmeregelung bei vorheriger Vermietung


Doch selbst wenn die Wohnung zeitweise vermietet wurde, gibt es eine Ausnahmeregelung. „Sollten Sie die Immobilie in den letzten drei Jahren durchgehend für den Eigenbedarf genutzt haben, können Sie die Immobilie ohne Spekulationssteuer verkaufen“, heißt es beim Immobilienfinanzierer Dr. Klein.


Bewohnt der Verkäufer die Wohnung also drei Kalenderjahre bis zur Veräußerung selbst, fällt die Spekulationssteuer nicht an, selbst wenn die Immobilie innerhalb der Zehnjahresfrist verkauft wird. Drei Kalenderjahre vor Veräußerung müssen nicht drei volle Jahre sein: Theoretisch würde es genügen, vom 31. Dezember des ersten dieser drei Jahre bis zum 1. Januar des Veräußerungsjahres, also nur zwei Jahre lang, dort zu wohnen.

Deshalb ist ein Vorvertrag nicht die beste Option


Wenn die Zehnjahresfrist bald abläuft, schließen manche Verkäufer einen Vorvertrag. So umgehen sie die Steuer, weil das Angebot erst nach Ende der Frist wirksam wird. Grundsätzlich hat der Bundesfinanzhof ein solches Vorgehen akzeptiert (BFH NV 1987,428).


Doch Steuerberater warnen, dass dieser Weg auch zu Problemen führen kann. Denn der bisherige Eigentümer muss dann länger auf sein Geld warten. Erhält der Verkäufer schon vor Fristende eine Anzahlung oder einen Kaufpreisanteil für die vermietete Immobilie, muss er doch Spekulationssteuer zahlen.


Rechtsanwalt Fabian Fricke aus Wiesbaden warnt zudem, dass immer ein Restrisiko bestehe, dass das Finanzamt den Zeitpunkt der Ursprungsvereinbarung doch als maßgeblich ansieht – und Steuern verlangt.


So hoch fällt die Spekulationssteuer aus


Die Höhe der Steuer richtet sich nach zwei Aspekten: zum einen nach dem individuellen Einkommensteuersatz. Denn die Spekulationssteuer wird über das Einkommen versteuert. Zum anderen richtet sie sich nach dem Wertzuwachs der Immobilie. Versteuert wird also nicht der gesamte Verkaufspreis, sondern nur der Gewinn daraus.




Nebenkosten für Kauf und Verkauf wie zum Beispiel Maklergebühren oder Grunderwerbsteuer werden bei der Gewinnmarge abgezogen. Auch Kosten, die im Zusammenhang mit der Veräußerung stehen, mindern die Höhe der Spekulationssteuer, betont der Eigentümerverband Haus & Grund Hessen.


Eine Beispielrechnung: Beträgt der Verkaufspreis 400.000 Euro und war der ursprüngliche Kaufpreis 250.000, läge der Gewinn bei rund 150.000 Euro. Kann der Verkäufer aber Kosten aus dem Verkauf von 15.000 Euro ansetzen, mindert dies den Gewinn auf rund 135.000 Euro. Bei einem Steuersatz von 40 Prozent würde das letztlich eine Spekulationssteuer von 54.000 Euro bedeuten statt ursprünglich 60.000 Euro.


Neues vom 15.07.2025 aus dem Handelsblatt

Weshalb der Beleihungswert für Hauskäufer relevant ist

Bei der Immobilienfinanzierung sind Kreditinstitute vor allem am langfristigen Objektwert interessiert. Den berechnen Banken unterschiedlich.

In Deutschland gibt es mehr als 400 Banken und Sparkassen, die Immobiliendarlehen vergeben. Sie sind verpflichtet, das jeweilige Haus oder die einzelne Wohnung, die sie finanzieren, in einem eigenen Gutachten selbst zu bewerten.

Kunden sollten sich auf Überraschungen einstellen. Denn der sogenannte Beleihungswert, den ihre Bank feststellt, kann deutlich unter dem Marktpreis liegen, auf den sich Käufer und Verkäufer zuvor geeinigt haben.

Das kann fatale Folgen haben, sagt Katharina Heid, Sachverständige für Immobilienbewertung und Geschäftsführerin des bundesweit tätigen Sachverständigenunternehmens Heid-Immobilienbewertung. „Viele Käufer verlassen sich darauf, dass die Bank den Kaufpreis einfach übernimmt – und sind dann überrascht, wenn das Bankgutachten zu einer viel niedrigeren Bewertung kommt.“ Dies verteuere das Darlehen und könne im schlechtesten Fall sogar dazu führen, dass die Finanzierung platzt.

Wer weiß, wie Banken rechnen, vermeidet böse Überraschungen bei der Kreditverhandlung – und sichert sich die bestmögliche Kondition.

Luxusausstattung zählt nicht


Die „Verordnung über die Ermittlung der Beleihungswerte von Grundstücken“ schreibt Banken vor, worauf es beim Wertgutachten einer Immobilie ankommt: „Der ermittelte Wert muss auf langfristigen, stabilen Faktoren basieren – kurzfristige Markttrends oder spekulative Preisanstiege dürfen nicht mit einfließen“, erläutert Sachverständige Heid.


Banken bewerten Immobilien deutlich vorsichtiger als Käufer und Investoren.


Auch gibt es genaue Vorgaben, in welchem Maße besondere Ausstattungsmerkmale – die sprichwörtlichen goldenen Wasserhähne, der Marmorfußboden, das Luxusbad mit integrierter Sauna – in die Bewertung einfließen dürfen.


„Banken bewerten Immobilien also deutlich vorsichtiger als Käufer und Investoren“, sagt Heid. Schließlich müsse die Bank sicherstellen, dass die Immobilie auch im schlimmsten Fall – einem Notverkauf oder einer Zwangsversteigerung – den Kredit ausreichend absichere. Mit anderen Worten: Muss eine Immobilie zwangsweise veräußert werden, sollte der Verkaufserlös ausreichen, um den Kredit zurückzuzahlen.


Marktwert spiegelt Angebot und Nachfrage


Beim Marktwert zählen andere Dinge. „Er ergibt sich aus Angebot und Nachfrage“, sagt Katharina Heid, die als Immobiliensachverständige sowohl Verkehrswertgutachten für Käufer und Verkäufer als auch Beleihungswertgutachten für Banken erstellt.

Anders als Banken gehe es Verkäufern, Käufern und Investoren darum, den angemessenen, aktuell gültigen Preis zu ermitteln. „Während sich der Beleihungswert also auf einen längeren Zeitraum bezieht, bildet der Marktwert den Preis zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt ab“, erläutert Heid.

Neben Lage, Zustand und Ausstattung der Immobilie spielten dabei  auch weiche Faktoren wie etwa ein besonders gefragtes Viertel oder modernes Design eine Rolle für die Bewertung. „Zudem können Spekulationen auf weiter steigende Immobilienpreise oder erzielbare Mieten den Marktwert beeinflussen“, erläutert die Sachverständige.


In prosperierenden Regionen und Lagen, in denen das Angebot an Häusern und Wohnungen gering, die Nachfrage aber hoch ist, könne dies dazu führen, dass Marktwert und Beleihungswert deutlich differieren.


Banken bewerten nach eigenen Kriterien


Allerdings, erläutert Benjamin Papo, Geschäftsführer beim Baufinanzierungsvermittler Hüttig & Rompf, gibt es kein streng standardisiertes Bewertungsverfahren, nach dem sich jede Bank zu richten hätte. „Das hat zur Folge, dass Banken ein und dasselbe Objekt unterschiedlich einwerten“, sagt der Finanzierungsexperte. „Da wird die Eigentumswohnung in Frankfurt von Bank A mit 350.000 Euro bewertet, von Bank B aber mit 380.000 Euro.“




Noch deutlicher fallen die Unterschiede in besonders hochpreisigen Städten und Preissegmenten aus, weiß Papo: „Nehmen wir an, für eine Wohnung in sehr guter Münchener Lage wird ein Quadratmeterpreis von 15.000 Euro aufgerufen. Eine bundesweit tätige Bank ohne dezidierte Kenntnis des Münchener Marktes könnte das für überteuert halten und bei der Bewertung einen hohen Abschlag von, sagen wir, 30 Prozent vornehmen.“


Anders ein lokales Kreditinstitut: Das kenne nicht nur die Lagequalität, sondern womöglich sogar das Objekt aus eigener Anschauung und könne daher das Risiko genauer einschätzen als die Konkurrenz. „Der Abschlag zum Marktwert würde dann mit vielleicht 15 bis 20 Prozent deutlich geringer ausfallen.“

Beleihungswerte von 80 Prozent des Kaufpreises seien dabei durchaus typisch, erläutert der Finanzierungsberater. Bei einem Objekt, das 500.000 Euro kostet, entspricht dies einer Bankeinwertung von 400.000 Euro. Weil Banken ungern Finanzierungen von mehr als 100 Prozent des Beleihungswerts vergeben, müsse der Kunde im Beispielfall idealerweise 100.000 Euro plus die Kaufnebenkosten als Eigenkapital mitbringen.


Liegt der Beleihungswert allerdings bei nur 70 Prozent des Kaufpreises, müsse der Kunde deutlich mehr Eigenkapital einsetzen, damit die Finanzierung überhaupt klappt. „Zudem wird die Bank wahrscheinlich auch einen höheren Zinssatz verlangen – dadurch steigt die monatliche Belastung“, ergänzt Papo.

Wer böse Überraschungen beim Finanzierungsgespräch vermeiden will, kann vorab ein Verkehrswertgutachten auf Basis einer Immobilienbesichtigung vom Keller bis zum Dach und Prüfung aller relevanten genehmigungsrechtlichen Unterlagen erstellen lassen.


Die Kosten von etwa 1600 Euro seien gut angelegt, meint Unternehmerin Katharina Heid. Schließlich verbessere das Gutachten die Verhandlungsposition gegenüber dem Verkäufer: „Wenn man statt 500.000 Euro dann nur 450.000 Euro bezahlt, hat man ein hervorragendes Geschäft gemacht.“



Neues vom 23.01.2025 aus dem Handelsblatt

Was die Regierung gegen zwei Millionen Leerstände tun will

Der Bund will verstärkt gegen den Wohnungsleerstand in ländlichen Regionen vorgehen. Der Wohnungswirtschaft reichen die Pläne nicht. Sie fordert auch mehr Abriss.

Unbewohntes Haus in Bayern: Die Regierung will Regionen mit hohem Leerstand stärken.

Große Leerstände in ganz Deutschland

Berlin. Ob Berlin, München oder Köln – in den Ballungsgebieten stehen Interessenten Schlange, um eine Wohnung zu ergattern. Doch in anderen Regionen Deutschlands herrscht ein Überangebot an Wohnraum: Knapp zwei Millionen Wohnungen stehen leer. Um diese wieder zu aktivieren, hat das Bundesbauministerium von Klara Geywitz (SPD) nun eine Strategie vorgelegt.
„Wir haben das Problem von ungenutzten und leer stehenden Immobilien natürlich in Teilen Ostdeutschlands“, sagte Geywitz am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung der Strategie. Es betreffe aber auch Teile Westdeutschlands wie den Norden Bayerns, Teile der Vulkaneifel, Nordrhein-Westfalens oder des Saarlands. Es gelte, das Potenzial dieser strukturschwachen und ländlichen Regionen als „attraktive Lebensorte“ zu heben, heißt es in der Strategie. Diese stützt sich auf den aktuellen Zensus, der sich auf Daten aus dem Jahr 2022 bezieht.
Demnach stehen in Deutschland rund 1,9 Millionen Wohnungen leer. Damit beträgt zu jenem Zeitpunkt die Leerstandsquote, also der Anteil leer stehender Wohnungen am Wohnungsbestand, 4,5 Prozent. In der Strategie heißt es: „Vor allem Bevölkerungsrückgang als Folge gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Umbrüche hat in weiten Teilen Ostdeutschlands, aber auch in Regionen Westdeutschlands dazu geführt, dass Gebäude leer stehen und zum Teil verfallen.“
In Ostdeutschland ohne Berlin standen demnach 535.919 Wohnungen leer, das entspricht einer Leerstandsquote von 7,6 Prozent. In einigen Städten und Gemeinden stünden sogar bis zu 20 Prozent der Wohnungen leer, heißt es in der Strategie.

In Westdeutschland gab es 1.348.384 leer stehende Wohnungen, was einer Leerstandsquote von vier Prozent entspricht. In Berlin waren 40.681 Wohnungen leer, eine Quote von zwei Prozent.

Geywitz machte deutlich, dass die „Handlungsstrategie Leerstandsaktivierung“ nur „punktuell“ dazu dienen könne, die Probleme der Metropolen zu lösen. Schon jetzt seien die Pendeldistanzen etwa rund um Berlin oder München sehr lang. Für viele große Städte eröffne der Leerstand folglich kein Potenzial für mehr Wohnraum.


Anders sehe es im Umkreis von Leipzig, Dresden, Erfurt und Jena oder Rostock aus. „Da ist durchaus noch in vertretbarer Pendeldistanz Leerstand zu verzeichnen“, sagte Geywitz. Die Strategie solle jedoch nicht als „Überlaufbecken für die großen Metropolen“ dienen. Es gehe darum, die betroffenen Regionen selbst zu stärken.

Peter Berek, Landrat des Kreises Wunsiedel im Fichtelgebirge, weiß aus der Praxis, wie schwierig der Umgang mit Wohnungsleerstand ist. Die in seiner Region einst florierende Porzellanindustrie mit großen Namen wie Rosenthal oder Hutschenreuther hat es kräftig erwischt. Seit den 1990er-Jahren gingen 15.000 Arbeitsplätze verloren. 25.000 Menschen zogen weg. Es gibt Gemeinden, die die Hälfte ihrer Einwohner verloren haben. Der Landrat möchte sowohl ehemalige als auch potenzielle neue Bürger für das Fichtelgebirge gewinnen. In der Kampagne „Freiraum für Macher“ wirbt er mit kostengünstigem Wohnraum, guter Kinderbetreuung, freien Ausbildungsplätzen und Gewerbeflächen.

Ganz konkret wird es dann jedoch sehr kleinteilig, wie das vorgelegte Strategiepapier zeigt. So existieren allein mit Blick auf den Wohnraum unterschiedliche Förderprogramme von Bund, Ländern und Kommunen. Das Programm „Jung kauft Alt“ etwa bietet zinsverbilligte Kredite für Familien, um bestehende ältere Häuser zu kaufen. Im Zuge der Städtebauförderung können Maßnahmen zur Umnutzung von Kirchengebäuden finanziert werden.


Künftig soll die Onlineplattform „Potenzial Leerstand“ einen Überblick über Förderprogramme, Modellvorhaben und gute Beispiele im In- und Ausland für Maßnahmen gegen den Leerstand geben. Die Plattform wurde an diesem Dienstag freigeschaltet.


Auch die künftige Regierung kann laut Geywitz sofort tätig werden. Denn ein geplantes Programm „Gewerbe zu Wohnen“ sei fertig durchgeplant, könne allerdings erst mit dem Beschluss des Haushalts nach der Neuwahl gestartet werden. Sehr viele leere Ladenlokale, aber auch alte Schulgebäude oder Vierseithöfe seien für den Mietwohnungsbau nutzbar, erklärte Geywitz. „Darum vermute ich, dass das Programm gute Chancen hat, unabhängig vom Wahlausgang an den Start zu gehen.“


Außerdem entwickelt das Ministerium derzeit ein weiteres Förderkonzept, um gegen „verdeckten Leerstand“ vorzugehen. Dieser ergibt sich in bestehenden Ein- und Zweifamilienhäusern, wenn nach dem Auszug von Familienmitgliedern die Eigentümer auf großer Fläche wohnen bleiben. Mit dem Programm „Aus alt mach zwei“ soll der Umbau zu mehreren kleinen Wohneinheiten unterstützt werden. So könne durch den Einbau eines zweiten Eingangs, einer zweiten Küche und eines weiteren Bads der Bestand geteilt werden und dadurch neuer Wohnraum entstehen.


Wirtschaft: Abriss soll stärker gefördert werden


Der Spitzenverband der sozial orientierten Wohnungswirtschaft GdW bezeichnete die Regierungsstrategie als „enttäuschend“ und forderte angesichts der „Dimension des Leerstands“ Nachbesserungen. So reiche die Absicht des Bundes, die Städtebauförderung „auf hohem Niveau fortzuführen“, nicht aus. Die Mittel müssten ansteigen. „Wohnungsunternehmen in Ostdeutschland haben mit Leerständen bis zu 35 Prozent zu kämpfen statt der in der Handlungsstrategie erwähnten bis zu 20 Prozent“, erklärte GdW-Präsident Axel Gedaschko.


Der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft VDW Sachsen machte darauf aufmerksam, dass die ostdeutschen Wohnungsunternehmen mit hohen Wohnungsleerständen noch immer mit einigungsbedingten Altschulden belastet seien. Hier müsse es mehr Entlastung geben.


Beide Verbände mahnen auch den Abriss von leeren Gebäuden an. VDW-Sachsen-Verbandsdirektor Alexander Müller sagte: „Rückbau und insbesondere auch Teilrückbau bleiben dabei dringend notwendige Instrumente, die aktuell nicht ausreichend oder gar nicht gefördert werden.“










Immokongress Augsburg 2025 

Bericht vom 28.01.2025

Liebe Freunde und Immobiliensuchende. Ich war in den letzten Jahren auf einigen Immobilienmessen. Das Letzte mal war ich in München auf der Expo Real. Die größte Immobilienmesse Europas. Überall nimmt man vieles mit. Man lernt viele tolle Menschen kennen, tauscht sich aus, spricht über Ziele, Marktsituation etc. Diesmal war ich in Augsburg. Die Messe war das Highlight! Gerade für Investoren und Immobilienmakler war es genau das richtige. Zwei Tage mit mega Speaker und richtig interessanten Themen. 

Man hat viele hilfreiche Tipps von Immobiliengurus bekommen. Maximilian Wolf, der alles organisiert und geplant hat,  war mit seiner Rede immer authentisch und direkt. Man hat das Publikum immer mitgerissen. Egal an welchem Stand ich war, man konnte einfach locker über alles reden. Viele Coaches und Mentoren haben offen über Ihre Lebensstory gesprochen und geben jedem Mut es auch schaffen zu können. Mit viel Fleiß und Ehrgeiz ist alles möglich. Ich merke jedoch, je mehr man auf Messen ist, desto mehr lernt man. 

Ich kann jedem empfehlen der sich für Immobilien interessiert, diese Messe in Augsburg auf jeden Fall auch zu besuchen. Man hat Finanzdienstleister, Steuerberater, Investoren, Makler uvm..... . Ich kann jetzt schon versichern das ich 2026 auch in Augsburg auf dem Immokongress einer von den 2800 Zuschauern sein werde. In dem Sinne. Euer Team von AzraHomes Immobilien. Ihre Immobilie in sicheren Händen. 

Ein Artikel aus dem neuen Ortsgeflüster Sommer 2024! 

23.08.2024

Nachrichten vom 06.01.2024

Traum vom Eigenheim? 

"Wenn ich das höre, wird mir schlecht"

Zuletzt ist der Hauskauf wieder etwas einfacher geworden. Trotzdem sind Käufer zurückhaltend. Was Sie tun können, um sich 2024 nicht zu übernehmen.

Eigentlich stehen die Zeichen auf Besserung: Sinkende Immobilienpreise, schrumpfende Inflation, steigende Löhne – seit dem Zinssprung im Jahr 2022 ist der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung wieder etwas weniger utopisch geworden. Hinzu kommen Bauzinsen, die wenigstens stagnieren, statt immer weiterzuklettern.

Trotzdem halten sich die Käufer zurück. Werden sonst im Schnitt rund 260 Milliarden Euro am deutschen Immobilienmarkt umgesetzt, läuft es nach Angaben des Baufinanzierungsvermittlers Baufi24 für 2023 auf nur rund 160 Milliarden Euro hinaus. "Wer nicht genug Eigenkapital hat, nimmt gerade nicht teil", sagt Tomas Peeters, Vorstandsvorsitzender von Baufi24, t-online.

Bleibt das im neuen Jahr so? Nicht unbedingt, glauben Experten. Denn angehende Immobilienbesitzer haben durchaus Möglichkeiten, ihre finanzielle Belastung zu senken. Wie die aussehen und wie ihnen die Politik noch auf die Sprünge helfen könnte, erklären wir hier.

Tipp Nummer eins: Förderungen nutzen

"Nicht nur die KfW bietet Förderprogramme, auch die Regionalförderbanken mancher Bundesländer unterstützen Häuslebauer", sagt Peeters. "Und die Zulassungsgrenzen sind dort in der Regel weniger streng." Während bei der KfW teilweise schon Haushalte mit einem Bruttoeinkommen von 60.000 Euro im Jahr abgelehnt würden, komme man bei manchen regionalen Förderbanken auch mit Bruttoeinkünften über 100.000 Euro noch durch. "Das ist vielen gar nicht bewusst", so Peeters.

Tipp Nummer zwei: Bausparen erwägen

Unter Umständen kann es sich lohnen, eine Baufinanzierung mit einem Bausparvertrag zu kombinieren. Denn sollte die Europäische Zentralbank das Zinsniveau wieder senken, dürften kürzere Zinsbindungen unter zehn Jahren wieder deutlich günstiger werden als längere. "Wer trotzdem langfristig Sicherheit über seinen Bauzins haben will, sollte über einen Bausparer nachdenken", sagt Peeters. "Lassen Sie sich aber unbedingt über die Kosten aufklären."

Bei Bausparverträgen ist die Zinsentwicklung deutlich träger, weswegen die Zinsen noch nicht so hoch sind wie bei manch klassischer Baufinanzierung. So sind vergleichsweise niedrige Zinsen für die Zukunft garantiert. Lesen Sie hier, wie Bausparen genau funktioniert.

Tipp Nummer drei: Preise verhandeln

"Mit dem Heizungsgesetz im Nacken werden energieineffiziente Häuser bestraft", sagt Peeters. Hier gebe es Verhandlungsspielraum. "Neubau hingegen bewegt sich nicht im Preis. Was man dort aber tun kann: den Ausbaustandard verhandeln." Also beispielsweise eine günstigere Küche einbauen oder Laminat statt Parkett verlegen lassen.

Auch Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender des Finanzdienstleisters Dr. Klein, glaubt, dass Interessenten bei älteren Immobilien auf Schnäppchen hoffen können. Diese benötigten jedoch oft umfangreiche Sanierungen. "Ich rate Menschen dazu, grob mit 500 Euro je Quadratmeter Wohnfläche zu kalkulieren", sagt der Spezialist für Baufinanzierung. Trotzdem könne sich der Kauf im Einzelfall lohnen. Denn die anfallenden Sanierungskosten könnten Käufer nutzen, um in Verhandlungen den Preis zu drücken.

Dass das auch tatsächlich geschieht, zeigt eine Auswertung der Immobilienplattform Immoscout24 und des Analyseunternehmens Sprengnetter. Demnach klafften sowohl bei Einfamilienhäusern als auch bei Eigentumswohnungen die Angebotspreise und die tatsächlich erzielten Verkaufspreise zuletzt stark auseinander.

So wurden Häuser im Januar 2023 zu einem durchschnittlich 7 Prozent geringeren Preis gekauft als ursprünglich angeboten. Im April 2021 waren es lediglich 2 Prozent weniger. Bei Eigentumswohnungen vergrößerte sich der Unterschied bis Mai 2022 sogar auf bis zu 9 Prozent und senkte sich seitdem nur leicht auf etwa 8 Prozent. Bei Häusern war zuletzt noch ein Abschlag von durchschnittlich sechs Prozent möglich.

Was das ausmacht, lassen die absoluten Zahlen erkennen: So bedeutet ein Rabatt von 8 Prozent bei einer Wohnung, die für 400.000 Euro im Angebot ist, eine Ersparnis für die Käuferseite von 32.000 Euro. "Für Suchende ist die Fairness in die Immobilienlandschaft zurückgekehrt", sagt Christian Sauerborn, Chefanalyst von Sprengnetter. "Käuferinnen und Käufer haben nun wieder die reale Chance, den Verlauf ihrer Immobilientransaktionen aktiv mitzugestalten."

Tipp Nummer vier: vorbereitet sein

Wer früh weiß, was er will und wie viel er zahlen kann, bekommt in der Regel auch eher den Zuschlag. Vor allem, wenn der Verkäufer es schwarz auf weiß nachlesen kann. "Lassen Sie sich von einem unabhängigen Berater ein Zertifikat ausstellen, das zeigt, was Sie sich leisten können", rät Peeters. "Das ist dann zwar noch keine Kreditgenehmigung, aber das Dokument gibt Ihnen bereits Seriosität und Sie verhandeln aus der Pole-Position heraus."

Was sollte die Politik tun?

"Häuslebauer, Kapitalanleger und auch die Immobilienbranche brauchen endlich wieder Planbarkeit – gerade angesichts des schwierigen Zinsumfelds ist die Politik gefragt, klare Verhältnisse zu schaffen", meint Peeters.

Eine wichtige Maßnahme aus seiner Sicht: Nebenkosten reduzieren. "Ein Großteil des Eigenkapitals wird von den Nebenkosten aufgefressen. Allein die Grunderwerbsteuer beträgt in fast allen Bundesländern sechs Prozent. Hier sollte es einen Freibetrag geben oder zumindest die Möglichkeit, die Steuer verzögert abzustottern."


Ein Dorn im Auge ist Peeters auch die Ungleichbehandlung von Selbstnutzern und Vermietern. "Wenn ich eine Immobilie kaufe und dann vermiete, kann ich viele Kosten von der Steuer absetzen. Diesen Vorteil sollte jeder haben." Schließlich müsse es im Interesse des Staates sein, eine hohe Eigentumsquote zu haben.
"Wohneigentum ist langfristig gut für die Sozialkassen", sagt Peeters. "Wenn ich höre, dass das Wohngeld erhöht wird, wird mir schlecht. Es wäre besser, das Geld dafür zu nutzen, Leute in Eigentum zu bringen, statt die Mieten von Rentnern zu subventionieren."



Nachrichten vom 17.11.2023

Darum gehen immer mehr Bau- und Immobilien-Unternehmen pleite

Die Zinswende und die stark gestiegenen Materialkosten haben nach Erkenntnis des Kreditversicherers Allianz Trade eine Pleitenwelle im Bau- und Immobiliensektor ausgelöst.
Schon 2022 hätten die Pleiten im deutschen Bau- und Immobiliengewerbe um acht Prozent zugenommen – und im bisherigen Jahresverlauf bis einschließlich August 2023 bereits um 20 Prozent, berichtete die Tochter des Versicherungsriesen Allianz am Donnerstag in Hamburg. „Die beiden Branchen machen damit mehr als ein Fünftel (21 Prozent) aller Insolvenzen in Deutschland aus.“ Besonders stark mit plus 42 Prozent ist den Angaben zufolge der Anstieg der Pleiten im Immobiliensektor ausgefallen.




Allianz: „Viele Bauprojekte liegen auf Eis“

„Lange Zeit lief es wie geschmiert in großen Teilen der deutschen Baubranche – dank der Niedrigzinsphase. Mit dem Zinsanstieg folgte die Wende“, so die Analysten von Allianz Trade. „Die Bauwirtschaft befindet sich aktuell in einem Tief: Die hohen Zinsen und massiv gestiegenen Materialkosten führen zu Baustopps, Stornierungen sowie zuletzt auch zu Zahlungsverzügen und Insolvenzen.“

„Viele Bauprojekte liegen mit höheren Zinsen und Materialkosten auf Eis – mit sichtbaren Folgen für Projektentwickler, Bauunternehmen und vor allem den Wohnungsmarkt“, sagte der Chef des Kreditversicherers im deutschsprachigen Raum, Milo Bogaerts. „Die Auftragslage trifft viele Projektentwickler und Bauunternehmer hart, da sie seit Monaten praktisch keine neuen Aufträge haben.“

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